Über mein Dasein südlich des Äquators!

Dienstag, 16. Oktober 2007

Vier Tage Camping im Valle de Elqui


So, endlich bin ich wieder zurück in der Zivilisation! Über das lange Wochenende, das uns dieser freie Montag bescherte war ich mit Alberto, Dany und Sebastian im Valle de Elqui zelten. Das Tal ist in der Tat sehr schön, wenn auch für meinen Geschmack ein wenig "trocken", d.h. sandig und wüstenartig. Wir waren mit Gaskocher, jeder Menge Essen, vernünftigen Zelten und Schlafsäcken bestens ausgerüstet um der Hitze und dem Hunger tagsüber, und den eisigen Temperaturen des Nachts zu trotzen. Wir haben unser Lager unmittelbar an einem kleinen Fluss aufgeschlagen, der in Trinkwasserqualität dahinfloß und uns gleichzeitig als Kühlschrank diente. Morgens lag ich meistens faul in der Sonne, habe mein Buch ausgelesen und versucht, mich nicht zu verbrennen. Nachmittags war ich laufen oder spazieren, wir haben Karten gespielt oder eines der winzigen Örtchen in der Nähe besucht. Abends haben wir uns ein Lagerfeuer angezündet und darum herumgetanzt ... Quatsch, war ein Witz. Das mit dem Lagerfeuer stimmt, aber wir saßen darum herum und haben über Sinn und Unsinn des Lebens diskutiert und uns ziemlich interessante Fragen gestellt. Die Chilenen spielen eine Art Wahrheit oder Pflicht, bei der man einfach jemandem eine sehr persönliche Frage stellt, und diese Person sie beantworten "muss" - eine seltsame Abwandlung des eigentlichen Spiels. Gut, dass ich im Notfall auf mangelnde Spanischkenntnisse verweisen konnte.
Hier kommen also die Fotos (mit einem Klick öffnet sich das Album - zuletzt schienen da einige von Euch Probleme mit zu haben ;-).
Valle de Elqui

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